Byetta (Exenatid) in Österreich: Informationen, Anwendung und Bezug in der Online-Apotheke

| Produktname | Byetta |
| Dosierung | 5 µg und 10 µg pro Injektion (zweimal täglich) |
| Wirkstoff | Exenatid |
| Darreichungsform | Injektionslösung im Fertigpen zur subkutanen Anwendung |
| Kurzbeschreibung | GLP‑1‑Rezeptoragonist zur Behandlung des Typ‑2‑Diabetes mellitus in Kombination mit Diät und Bewegung. Reduziert postprandiale Blutzuckerspitzen und kann das Körpergewicht günstig beeinflussen. |
| Bestellung/Bezug | In Österreich rezeptpflichtig; Bezug über öffentliche Apotheken oder Versandapotheken mit gültigem Rezept |
Byetta ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung des Typ‑2‑Diabetes mellitus und enthält den Wirkstoff Exenatid. Es gehört zur Wirkstoffklasse der GLP‑1‑Rezeptoragonisten und wird in Österreich in Form einer Injektionslösung im Fertigpen angeboten. Die Injektion erfolgt üblicherweise zweimal täglich bis zu 60 Minuten vor dem Frühstück und dem Abendessen. Ziel der Therapie ist eine zuverlässige Senkung des Blutzuckers, insbesondere der nach dem Essen auftretenden Spitzen (postprandiale Glukose), sowie eine langfristige Reduktion des HbA1c‑Wertes.
Wichtig: In Österreich ist Byetta rezeptpflichtig. Das Medikament darf nur nach ärztlicher Verordnung abgegeben werden. Die Belieferung kann über öffentliche Apotheken vor Ort oder über registrierte Versandapotheken erfolgen. Im Rahmen des österreichischen E‑Rezepts ist auch die Einlösung über digitale Wege möglich. Unsere Partner‑Apotheken unterstützen Sie diskret und zügig, sofern ein gültiges Rezept vorliegt.
Byetta: Kosten und Erstattung in Österreich
Die Kosten für Byetta können je nach Apotheke, Packungsgröße und individuellen Rahmenbedingungen variieren. In Österreich orientiert sich die Erstattungsfähigkeit von Arzneimitteln an den jeweils gültigen Regelungen der Sozialversicherungsträger. Ob und in welchem Umfang eine Kostenerstattung erfolgt, hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Diagnose, Vorbehandlungen, gewähltes Therapieschema sowie die Einstufung im Erstattungskodex. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem behandelnden Arzt und Ihrer Krankenkasse zu den aktuell geltenden Bestimmungen.
Grundsätzlich stehen Fertigpens in Dosierungen von 5 µg und 10 µg zur Verfügung. Zu Therapiebeginn wird häufig mit 5 µg zweimal täglich gestartet; bei guter Verträglichkeit kann nach mindestens vier Wochen auf 10 µg zweimal täglich erhöht werden. Je nach Bedarf und ärztlicher Entscheidung können Folgerezepte ausgestellt werden. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach transparenten Preisangaben und gegebenenfalls nach bestehenden Rabatt- oder Bonusprogrammen. Beachten Sie, dass Preisangaben auf inoffiziellen Webseiten abweichen können und stets die in Österreich zugelassenen Informationsquellen maßgeblich sind.
Für eine umfassende Kostentransparenz empfiehlt es sich, die eCard mitzunehmen und bei der Apotheke explizit nach einer möglichen Kostenübernahme zu fragen. Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf die Hinweise des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (AGES) und der Sozialversicherung hinsichtlich erstattungsrelevanter Kriterien.
Bezugsquellen: Wo kann ich Byetta in Österreich bekommen?
In Österreich können Sie Byetta ausschließlich mit gültigem Rezept beziehen. Der Ablauf ist in der Regel unkompliziert:
- ärztliche Diagnose und Therapieempfehlung durch Hausärztin/Hausarzt oder Diabetologin/Diabetologen
- Ausstellung eines E‑Rezepts oder Papierrezepts
- Einlösung in einer öffentlichen Apotheke oder bei einer zugelassenen Versandapotheke
- fachkundige Beratung zu Anwendung, Lagerung und kombinierter Therapie
Wenn Sie eine bequeme Zustellung bevorzugen, können österreichische Versandapotheken die Lieferung nach Hause übernehmen. Bitte beachten Sie, dass für den rechtmäßigen Erwerb eine gültige ärztliche Verordnung zwingend erforderlich ist. Ohne Rezept ist eine Abgabe in Österreich nicht zulässig.
Wir arbeiten mit seriösen Apotheken zusammen, die strenge Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen. Auf Wunsch erhalten Sie begleitende Informationen zur Injektionstechnik, zur Anpassung begleitender Therapie (z. B. Dosisreduktion von Sulfonylharnstoffen) sowie zu Vorsichtsmaßnahmen in speziellen Situationen (z. B. bei Nierenfunktionsstörungen).
Byetta in Österreich: So funktioniert die Rezeptabwicklung
Die Rezeptabwicklung erfolgt entweder klassisch vor Ort oder digital. Beim E‑Rezept wird das Rezept elektronisch gespeichert; Sie können es in jeder Apotheke mittels eCard einlösen. Bei Versandapotheken laden Sie die Verordnung in der Regel sicher verschlüsselt hoch. Beachten Sie, dass Apotheken verpflichtet sind, die Gültigkeit der Verschreibung zu prüfen. Dadurch wird der sichere und legale Bezug gewährleistet.
Was ist Byetta (Exenatid)?
Byetta enthält Exenatid, einen GLP‑1‑Rezeptoragonisten. GLP‑1 (Glucagon‑like Peptide‑1) ist ein körpereigenes Hormon, das nach dem Essen freigesetzt wird und auf verschiedene Weisen die Blutzuckerkontrolle unterstützt. Exenatid imitiert diese Effekte: Es stimuliert die glukoseabhängige Insulinfreisetzung aus den Betazellen der Bauchspeicheldrüse, hemmt die übermäßige Glukagonfreisetzung, verlangsamt die Magenentleerung und kann das Hungergefühl verringern. Das Zusammenspiel dieser Mechanismen führt zu einer Senkung des Blutzuckers, insbesondere nach den Mahlzeiten, und kann mittelfristig zu einer Gewichtsabnahme beitragen.
Byetta wird nicht bei Typ‑1‑Diabetes oder zur Behandlung einer diabetischen Ketoazidose eingesetzt. Es ersetzt kein Insulin. Die Therapie ist als Ergänzung zu Lebensstilmaßnahmen (gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung) gedacht und kann allein oder in Kombination mit Metformin, Sulfonylharnstoffen, Thiazolidindionen (seltener), SGLT2‑Inhibitoren oder Basalinsulin erfolgen. Die geeignete Kombination hängt von der individuellen Situation ab und wird ärztlich festgelegt.
Der Wirkstoff Exenatid ist seit vielen Jahren klinisch etabliert. In Studien zeigte sich eine signifikante Reduktion des HbA1c um typischerweise 0,5 bis 1,0 Prozentpunkte, eine Abnahme postprandialer Glukosewerte sowie eine moderate Gewichtsreduktion. Das Sicherheitsprofil ist insgesamt gut bekannt; gastrointestinale Beschwerden sind die häufigsten Nebenwirkungen, treten jedoch oft vorübergehend auf.
Anwendung und Dosierung
Die Behandlung mit Byetta beginnt in der Regel mit 5 µg zweimal täglich. Die Injektionen erfolgen subkutan (unter die Haut) innerhalb von bis zu 60 Minuten vor dem Frühstück und der Abendmahlzeit. Nach mindestens vier Wochen kann die Dosis auf 10 µg zweimal täglich gesteigert werden, sofern die Verträglichkeit gut ist und eine zusätzliche Blutzuckersenkung erforderlich erscheint.
Wichtige Anwendungshinweise:
- nicht nach einer Mahlzeit injizieren (die Verzögerung der Magenentleerung würde dann nicht optimal wirken)
- Injektionsstellen wechseln (Abdomen, Oberschenkel oder Oberarm)
- Pen gemäß Anleitung vorbereiten, korrekte Nadel verwenden und nach der Injektion sicher entsorgen
- bei gleichzeitiger Therapie mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin das Risiko für Hypoglykämien beachten; ggf. Dosisanpassung dieser Begleitmedikation in Rücksprache mit dem Arzt
Die Entscheidung über Dosisanpassungen trifft Ihre behandelnde Ärztin/Ihr behandelnder Arzt auf Basis von Blutzuckertagesprofil, HbA1c, Verträglichkeit und Therapieziele. Setzen Sie Byetta nie eigenmächtig ab und verändern Sie die Dosis nur nach ärztlicher Rücksprache.
Wirkmechanismus: So wirkt Exenatid
Exenatid bindet an GLP‑1‑Rezeptoren und aktiviert diese. Dadurch werden mehrere physiologische Prozesse ausgelöst, die die Blutzuckerkontrolle verbessern:
- glukoseabhängige Stimulation der Insulinsekretion
- Hemmung der übermäßigen Glukagonfreisetzung (senkt die Glukoseproduktion der Leber)
- Verzögerung der Magenentleerung (reduziert postprandiale Glukosespitzen)
- mögliche Verringerung des Appetits und Energieaufnahme
Weil die Insulinfreisetzung glukoseabhängig ist, ist das Risiko für Unterzuckerungen unter Monotherapie geringer als bei Wirkstoffen, die unabhängig vom Glukosespiegel Insulin erhöhen. In Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin kann das Hypoglykämierisiko jedoch steigen, weshalb die Blutzuckerkontrollen zu Beginn engmaschiger erfolgen sollten.
Wirksamkeit und Vorteile in der Praxis
In klinischen Studien reduzierte Byetta den HbA1c typischerweise um 0,5 bis 1,0 Prozentpunkte gegenüber dem Ausgangswert. Patientinnen und Patienten profitieren oft von einer besser kontrollierten postprandialen Glukose und einer Gewichtsreduktion, die v. a. bei übergewichtigen Menschen erwünscht sein kann. Zudem wurden günstige Effekte auf Blutdruck und Lipidprofil beobachtet, wenngleich diese nicht die primären Zielgrößen der Therapie sind.
Besondere Vorteile ergeben sich für Personen mit:
- ausgeprägten postprandialen Blutzuckerspitzen
- Übergewicht bzw. einem Wunsch nach Gewichtsreduktion im Rahmen der Diabetesbehandlung
- unzureichender Kontrolle trotz Metformin-Monotherapie
Ob Byetta im Vergleich zu anderen GLP‑1‑Rezeptoragonisten die beste Wahl ist, hängt von individuellen Präferenzen (z. B. Dosierhäufigkeit), Begleiterkrankungen, Verträglichkeit, Verfügbarkeit und Kostensituation ab. Ihre behandelnde Ärztin/Ihr behandelnder Arzt berät Sie dazu anhand der österreichischen Leitlinien.
Nebenwirkungen und Sicherheit
Wie alle Arzneimittel kann Byetta Nebenwirkungen verursachen, die aber nicht bei allen Anwenderinnen und Anwendern auftreten. Häufig sind zu Therapiebeginn gastrointestinale Beschwerden, die sich mit der Zeit bessern können:
- Übelkeit, Erbrechen
- Durchfall, gelegentlich Verstopfung
- Bauchschmerzen, Völlegefühl
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Reaktionen an der Injektionsstelle
Hypoglykämien sind unter Monotherapie selten, können jedoch in Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin auftreten. Achten Sie auf Symptome wie Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Heißhunger oder Konzentrationsschwäche und messen Sie Ihren Blutzucker. Im Zweifel sollten Sie Traubenzucker zuführen und medizinischen Rat einholen.
Seltene, aber relevante Risiken:
- akute Pankreatitis: Starke, anhaltende Bauchschmerzen, ggf. mit Erbrechen, erfordern eine sofortige ärztliche Abklärung. Bei Bestätigung ist die Therapie abzusetzen.
- Nierenfunktionsstörungen: Übelkeit, Erbrechen und Flüssigkeitsmangel können die Nieren belasten. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr beachten; bei Verschlechterung der Nierenfunktion ärztlich abklären lassen.
- Gallenwege/Gallenblase: Bei Oberbauchbeschwerden oder Gelbsucht medizinische Abklärung veranlassen.
Kontraindikationen und besondere Vorsichtshinweise finden Sie in der Fach‑ und Gebrauchsinformation. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage sorgfältig und wenden Sie sich bei Fragen an Ihr Behandlungsteam.
Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen
Sie dürfen Byetta nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Exenatid oder einen der sonstigen Bestandteile. Besondere Vorsicht ist geboten:
- schwere Nierenfunktionsstörung (eGFR < 30 ml/min/1,73 m²) – Anwendung kontraindiziert
- mittelschwere Nierenfunktionsstörung – nur unter enger ärztlicher Überwachung
- frühere Pankreatitis – Risikoabwägung erforderlich
- schwere gastrointestinale Erkrankungen mit Gastroparese
Nicht zur Behandlung des Typ‑1‑Diabetes oder der diabetischen Ketoazidose geeignet. Byetta ist kein Insulinersatz. Falls Sie eine Insulintherapie benötigen, klären Sie die geeignete Kombination und Dosisanpassung mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fertilität
Für Byetta liegen begrenzte Daten in der Schwangerschaft vor. In der Regel wird die Anwendung in der Schwangerschaft nicht empfohlen; eine Umstellung auf andere, besser untersuchte Optionen (wie Insulin) ist üblich. In der Stillzeit sollte Byetta nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden. Planen Sie eine Schwangerschaft, sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, um die Therapie optimal anzupassen.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt und Ihre Apotheke über alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen. Aufgrund der verzögerten Magenentleerung kann Byetta die Aufnahme mancher oral verabreichter Arzneimittel beeinflussen:
- orale Kontrazeptiva und Antibiotika: Einnahme vorzugsweise mindestens 1 Stunde vor Byetta
- Warfarin: mögliche Beeinflussung des INR; engmaschige Kontrolle erforderlich
- Sulfonylharnstoffe/Insulin: Risiko für Hypoglykämie erhöht; Dosisanpassung kann nötig sein
- DPP‑4‑Inhibitoren: Kombination mit GLP‑1‑Rezeptoragonisten wird meist nicht empfohlen, da kein zusätzlicher Nutzen
Diese Liste ist nicht vollständig. Halten Sie eine aktuelle Medikamentenliste bereit und bringen Sie diese zu Ihren Arztterminen mit.
Injektionstechnik, Lagerung und Entsorgung
Für eine sichere und wirksame Anwendung beachten Sie bitte die Pen‑Anleitung und die Hinweise Ihrer Apotheke:
- Vorbereitung: neue Nadel anbringen, Pen entlüften (falls erforderlich), Dosis einstellen
- Injektion: subkutan in Bauch, Oberschenkel oder Oberarm injizieren, Injektionsstellen regelmäßig wechseln
- Zeitpunkt: bis zu 60 Minuten vor Frühstück und Abendessen, nicht nach einer Mahlzeit injizieren
- Lagerung: vor dem ersten Gebrauch im Kühlschrank (2–8 °C); nach Anbruch gemäß Packungsbeilage aufbewahren (üblich: Raumtemperatur bis 25 °C, vor Hitze/Licht schützen); nicht einfrieren
- Haltbarkeit nach Anbruch: beachten Sie die Angaben der Packungsbeilage und kennzeichnen Sie das Anbruchsdatum
- Entsorgung: Nadeln in einem stichfesten Behälter sammeln; Rückgabe/Entsorgung gemäß Apothekenhinweisen
Reisen innerhalb Österreichs und der EU sind mit Byetta in der Regel unproblematisch. Führen Sie eine ärztliche Bescheinigung und ausreichend Material (Pen, Nadeln, Desinfektionstücher) mit. Bewahren Sie Medikamente im Handgepäck auf und vermeiden Sie extreme Temperaturen.
Vergessene Dosis und Überdosierung
Vergessene Dosis: Wenn Sie eine Dosis vor einer Mahlzeit vergessen haben, holen Sie die Injektion nicht nach, nachdem Sie gegessen haben. Warten Sie bis zur nächsten vorgesehenen Dosis vor der nächsten Hauptmahlzeit. Injizieren Sie niemals eine doppelte Menge, um eine vergessene Dosis auszugleichen.
Überdosierung: Eine zu hohe Dosis kann zu ausgeprägter Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Hypoglykämie führen. Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf. Führen Sie – falls möglich – Informationen zu injizierter Dosis, Zeitpunkt und Begleitmedikation mit sich.
Kombinationstherapie und individuelle Zielwerte
Byetta kann allein oder in Kombination mit anderen Antidiabetika eingesetzt werden. Häufige Kombinationen sind Byetta plus Metformin oder Byetta plus Metformin und Basalinsulin. Ziel ist eine individuelle HbA1c‑Senkung, die Hypoglykämien vermeidet und Ihre Lebensqualität berücksichtigt. In Österreich orientieren sich Behandlungsziele an Leitlinien und an Faktoren wie Alter, Begleiterkrankungen, Diabetesdauer und Hypoglykämierisiko.
Ihr Behandlungsteam legt gemeinsam mit Ihnen persönliche Ziele fest, etwa:
- HbA1c‑Ziel (z. B. 6,5–7,5 %, individuell variierend)
- Blutzuckerziele nüchtern und postprandial
- Gewichtsmanagement, Blutdruck‑ und Lipidkontrolle
- Vermeidung von Hypoglykämien
Regelmäßige Verlaufskontrollen helfen, die Therapie optimal anzupassen. Nutzen Sie Schulungen (z. B. Diabetesschulung), um Ihre Selbstmanagement‑Kompetenzen zu stärken.
Vergleich mit Alternativen
Neben Byetta (kurzwirksames Exenatid) gibt es weitere GLP‑1‑Rezeptoragonisten wie Liraglutid (täglich), Dulaglutid (wöchentlich), Semaglutid (wöchentlich) oder Exenatid Retard (wöchentlich). Unterschiede bestehen unter anderem in Dosierhäufigkeit, Gewichts- und HbA1c‑Effekten, Nebenwirkungsprofilen und Studienlage zu kardiovaskulären Endpunkten. Welche Option passt, ist individuell verschieden und richtet sich nach Ihren Präferenzen und medizinischen Voraussetzungen.
Alternativ oder ergänzend kommen SGLT2‑Inhibitoren, DPP‑4‑Inhibitoren, Basalinsulin oder Sulfonylharnstoffe in Betracht. Die Entscheidung trifft Ihr Behandlungsteam gemäß den österreichischen Behandlungsrichtlinien, dem Nutzen‑Risiko‑Profil und der Erstattungsfähigkeit.
Praktische Tipps aus der Apotheke
Damit die Therapie mit Byetta reibungslos verläuft, beachten Sie folgende Hinweise:
- führen Sie ein Blutzuckertagebuch, um Muster (z. B. postprandiale Spitzen) zu erkennen
- steigern Sie die Dosis erst nach Rücksprache und wenn die 5‑µg‑Stufe gut vertragen wurde
- achten Sie in den ersten Wochen besonders auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr
- passen Sie gegebenenfalls die Ernährung an (kleinere Portionen, ballaststoffreiche Kost)
- bewahren Sie den Pen gemäß Packungsbeilage auf; transportieren Sie ihn nicht in direkter Sonneneinstrahlung
Wenn Sie häufig unter Übelkeit leiden, kann eine langsamere Dosissteigerung, eine Anpassung der Mahlzeitenzusammensetzung oder der Injektionszeitpunkt (weiter vor der Mahlzeit) helfen. Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne individuell.
Häufige Fragen (FAQ)
Kann ich Byetta mit Insulin kombinieren?
Ja, häufig als Kombination mit Basalinsulin. Dann ist ein besonderes Augenmerk auf Hypoglykämieprävention wichtig; die Insulindosis wird ggf. angepasst.
Wann sehe ich erste Effekte?
Die postprandialen Werte können sich früh verbessern. Eine relevante HbA1c‑Senkung beurteilt man meist nach 8–12 Wochen.
Nehme ich unter Byetta ab?
Viele Menschen verlieren moderat an Gewicht. Das ist jedoch individuell unterschiedlich und hängt auch von Ernährung und Bewegung ab.
Darf ich Byetta bei eingeschränkter Nierenfunktion anwenden?
Bei schwerer Niereninsuffizienz (eGFR < 30) kontraindiziert; bei mäßiger Einschränkung nur unter enger Kontrolle. Ärztliche Abklärung ist nötig.
Ist Byetta in Österreich frei verkäuflich?
Nein, Byetta ist rezeptpflichtig. Eine Abgabe ohne gültige ärztliche Verordnung ist nicht erlaubt.
Nebenwirkungen: detaillierte Übersicht
Basierend auf klinischer Erfahrung und den Fachinformationen können folgende Nebenwirkungen auftreten. Die Häufigkeit variiert und ist teils dosisabhängig:
Sehr häufig/häufig
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- Appetitverlust, Gewichtsabnahme
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Reaktionen an der Injektionsstelle
Gelegentlich/selten
- Hypoglykämie (v. a. in Kombination mit Sulfonylharnstoffen/Insulin)
- Dehydratation, besonders bei starkem Erbrechen/Durchfall
- akute Pankreatitis (sofortige ärztliche Abklärung bei anhaltenden starken Bauchschmerzen)
- Überempfindlichkeitsreaktionen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihr medizinisches Team. In Österreich können Verdachtsfälle außerdem an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (AGES) gemeldet werden.
Ernährung, Bewegung und Lebensstil
Die beste Wirksamkeit erzielt Byetta in Kombination mit einem gesunden Lebensstil. Achten Sie auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung (mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche, soweit medizinisch geeignet) sowie ausreichend Schlaf und Stressmanagement. In Österreich stehen Ihnen Diabetesschulungen und Beratungsangebote offen – sprechen Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt darauf an.
Empfehlungen unserer Fachleute in Österreich
Unsere Expertinnen und Experten empfehlen, die Therapie mit Byetta strukturiert zu planen: Starten Sie mit 5 µg zweimal täglich, beobachten Sie die Verträglichkeit und steigern Sie erst anschließend auf 10 µg zweimal täglich, sofern sinnvoll. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Blutzuckerwerte und vereinbaren Sie Kontrolltermine. Bei Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin sind engmaschige Kontrollen zu Beginn besonders wichtig.
Beachten Sie, dass Byetta in Österreich rezeptpflichtig ist. Nutzen Sie die Vorteile des E‑Rezepts für eine schnelle und sichere Abwicklung. Ihre Apotheke unterstützt Sie bei Lagerung, Injektion und Entsorgung und steht für Fragen jederzeit zur Verfügung.
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